CDU Stadtverband Beckum

Die Fraktion der Beckumer CDU läßt sich von Cemex informieren

Industriekraftwerk und Nord-Ost-Umgehung war für die CDU Thema bei Cemex

Die CDU-Fraktion hat sich über die aktuellen Pläne der Fa. Cemex GmbH vor Ort informiert. Bei dem Informationsbesuches legte das Unternehmen ihre Pläne zur Stromerzeugung für das die beiden Zementwerke in Beckum vor. Fa Cemex beabsichtigt an dem Standort Mersmann ein Industriekraftwerk zu errichten.
CDU läßt sich informieren, Bild v.l. Bernd Schnell, Dieter Beelmann, Werner Knepper, Cemex Geschäftsführer Rüdiger Wirthwein und Miachel Koch, Herhof GmbHCDU läßt sich informieren, Bild v.l. Bernd Schnell, Dieter Beelmann, Werner Knepper, Cemex Geschäftsführer Rüdiger Wirthwein und Miachel Koch, Herhof GmbH


Geschäftsführer Rüdiger Wirthwein erläuterte die Investition von rd. 120 Mill. EURO. Es wird ein entscheidender Baustein, der den Zementstandort Beckum festige und etwa 50 neue Arbeitsplätze schafft. Anschhaulich erläuterte Michael Koch, Geschäftsführer der Herhof GmbH, das geplante Projekt. Er konnte klare Fakten darlegen, weil die Firma bereits ein ähnliches Kraftwerk gebaut hat.

Die Verbrennung von Sekundärbrennstoffen (SBS) wurde anschaulich von Dipl-Ing. Heike Wulff dargestellt. Der Umgang mit SBS ist den Beckumer Bürgern aus früheren Verfahren bei der Zementherstellung schon vertraut. Auch der Umstand, dass bei der Verbrennung von SBS weniger Immissionen verursacht werden wie z.B. ein Kohlekraftwerk wie in Hamm-Uentrop, war den meisten CDU-Politikern bereits bekannt.

Die Darstellung der Firmenplanung in der Öffentlichkeit war Dr. Helmut Littek, Management Öffentlichkeitsarbeit bei der Fa. Cemex, ein besonderes Anliegen. Sowohl die Firmenleitung als auch die CDU-Fraktion teilten die Auffassung, dass die Auswirkungen auf die Beckumer Umwelt im offenen Dialog mit der Bevölkerung und allen Beteiligten zu kommunizieren ist. Die Darstellung auf einer öffentlich zugänglichen Internetseite wird einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit ausmachen. Planungsschritte und die gutachterliche Darstellung aller Auswirkungen wird ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit sein.

Neben der Beteiligung des staatl. Umweltamt besteht seitens des Unternehmens auch die Bereitschaft, den in Beckum anerkannten Toxikologen Dr. Kruse in den künftigen Entwicklungsprozess einzubinden. Dr. Kruse ist den Beckumer Bürgern aus früheren Untersuchungen bekannt und besitzt ein Vertrauensstatus als unabhängiger Gutachter.

Die CDU- Fraktion hat bereits einen Antrag zur Entscheidung im Rat eingebracht, mit dem Ziel bei einer Einwohnerversammlung allen Bürgerinnen und Bürgern die Chance der Information und des Dialoges zu eröffnen.

Im Hinblick auf die Trassenführung der Nord-Ost-Tangente berichtete das Unternehmen Cemex von einem sehr weiten Stand der Dinge. Der erforderlichen Abbau des Kalksteines für den Korridor der Beckumer Umgehungsstraße ist voll in der Zeit. Die Einhaltung des Zeitkorridors ist aus Sicht der Fa. Cemex kein Thema. Die neue Umgehungsstraße passt sogar besonders gut in die Planung des genannten Kraftwerkes. Die benötigten Brennstoffe können so über diese Trasse noch schneller angeliefert werden. Ob die in Ennigerloh hergestellten Sekundärbrennstoffe angeliefert werden können ist durchaus eine gute Perspektive. Zu tatsächlichen vertraglichen Anlieferungen kann zu diesem Zeitpunkt allerdings erst nur spekuliert werden. Eine wünschenswerte Alternative aus Sicht von Cemex wäre es schon.

Nach den der CDU vorliegenden Erkenntnissen aus dem Verkehrsministerium ist im Rahmen der Finanzplanung bis 2010 eine Gesamtfinanzierung in Höhe von 12,5 Mio. Euro vorgesehen. Die Bedeutung ist im sogenannten „vordringlichen Bedarf“ eingestuft, was im Landestraßenbau die Priorität Nr. 1 bedeutet. Die Finanzierung ist den Investitionsrahmenplan des Landes fest eingestellt.

Damit ist die Realisierung dieses wichtigen Straßenbauprojektes, welches zu einer erheblichen Entlastung des Innenstadtverkehres führt, in greifbare Nähe gerückt. Gerade die Bürger im Beckumer Norden bekommen die Realisierung der Umgehungsstraße hautnah zu spüren.